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Außenputz auf einschaligem Ziegelmauerwerk





Putz auf Ziegelmauerwerk

Verputztes einschaliges
Ziegelmauerwerk ist seit langem
eine sichere und bewährte
Außenwand-Konstruktion.


Putze und Ziegel sind mineralische
Baustoffe, die sich in der Wand
in idealer Weise ergänzen.


Der Putzgrund von Ziegelmauerwerk hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Speziell Planziegel bieten mit ihrer perfekten und sauberen Oberfläche einen hervorragenden Putzgrund.

Um Planern und Verarbeitern ausführungssicheres Bauen auf Dauer zu ermöglichen, bieten wir hier Informationen sowie das "Merkblatt zum Thema Außenputze auf Ziegelmauerwerk" zum Download.

Außenputze schützen das Ziegelmauerwerk dauerhaft vor Witterungseinflüssen und tragen wesentlich zu den bauphysikalischen Eigenschaften der Außenwand bei. Das aktuelle Merkblatt aller beteiligten Herausgeber (siehe unten) erläutert die Anforderungen an den Putzgrund aus Ziegel sowie an Putzsysteme, mit DIN-Verweisen.

Ziegel nach DIN 105 oder nach allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen, wie alle heute üblichen Planziegel und Blockziegel für Außenwände, bestehen aus porosiertem und gebranntem Ton mit Luftkammern.

Für einschalige verputzte Ziegel-Außenwände werden heute überwiegend wärmedämmende Ziegel mit Rechenwerten der Wärmeleitfähigkeit für das Mauerwerk zwischen 0,09 und 0,16 W/(mK) eingesetzt.

Ziegel müssen wie alle Wandbaustoffe güteüberwacht und zertifiziert sein. Der Ziegelhersteller muss über ein gültiges Übereinstimmungszertifikat verfügen.

Mit verputzten Ziegelwänden können bei geeigneter Materialauswahl alle statischen und bauphysikalischen Anforderungen, wie Tragfähigkeit, Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz, sicher erfüllt werden. Außenputze bzw. Außenputzsysteme sind ein wichtiger Bestandteil der Außenwand, da sie das dahinter liegende Mauerwerk dauerhaft vor Witterungseinflüssen schützen und wesentlich zu den bauphysikalischen Eigenschaften der Außenwand beitragen. Diese Eigenschaften werden durch die Kombination von Festigkeit und wasserabweisender Wirkung des Putzes sowie der Putzdicke gewährleistet.

Für hoch wärmedämmendes Ziegelmauerwerk haben sich besonders Leichtputze nach DIN 18550-4 bewährt. Ebenfalls haben sich Wärmedämm- Putzsysteme (nach DIN 18550-3 oder mit Zulassung) auf Ziegelmauerwerk bewährt.

Außenputze werden heute in der Regel aus Werktrockenmörtel hergestellt, maschinell gemischt, gefördert und verarbeitet. Außenputze sind in DIN 18550-1 bis 4 "Putz" genormt. Dabei wird nach ihrem Einsatzbereich unterschieden zwischen Außenwandputz oberhalb des Sockels, Sockelputz und Kellerwandputz im erdberührten Bereich.

Mineralischer Putz auf Ziegel


Merkblatt zum Download:

In dem gemeinschaflichen Merkblatt "Außenputz auf Ziegelmauerwerk - einfach, sicher, wirtschaftlich" haben die Industrieverbände (siehe unten) die wichtigsten Hinweise für fachgerechtes Verputzen auf Ziegelmauerwerk zusammengestellt.

Mit dieser Information wenden sich die Herausgeber an Architekten, Planer und Ausführende der Maurer- und Putzarbeiten.


Download: Mit Klick auf den Button "Dokument laden" können Sie das Merkblatt als Pdf-Datei laden: Dateigrösse 933 KB

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Checkliste: Außenputz auf Ziegelmauerwerk


Baustoffe Ziegel nach DIN 105 oder allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung mit Übereinstimmungs- Zertifikat zur Anwendung als Bauprodukt und Güteüberwachung

Putzmörtel aus Werktrockenmörtel nach DIN 18550-4 güteüberwacht gemäß DIN 18557
Putzgrund Mauerwerk nach DIN 1053 und DIN 18330 (VOB/C)
– Lagerfugen vollfugig vermörteln
– Stoßfugen </= 5 mm oder vermörteln
– Überbindemaß einhalten
– Fehlstellen beim Vermauern mit Mauermörtel schließen
– Mauerwerk vor übermäßiger Durchfeuchtung schützen
Putzsystem Leichtputz nach DIN 18550-4 oder herstellerseitig empfohlener Putz
– Druckfestigkeit des Unterputzes </= 5,0 N//mm2
– Unterputz/Oberputz wasserabweisend nach DIN 18550
Prüfen und Vorbereiten des Putzgrundes Prüfung gemäß VOB
– ausreichend trockener sauberer Putzgrund
– lose Teile trocken entfernen
– Temperatur >/= 5° C
Auftrag des Unterputzes in 2 Arbeitsgängen: frisch in frisch
besondere Maßnahmen bei Materialwechsel im Putzgrund
Auftrag des Oberputzes Mindeststandzeit des Unterputzes beachten
gegebenenfalls Egalisationsanstrich auftragen

Die Herausgeber:
Industrieverband Werkmörtel e.V.
Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel im Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V.
Bundesfachgruppe Hochbau im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes Deutscher Stuckgewerbebund Bundesfachgruppe Stuck-Putz-Trockenbau im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

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