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Kompakte, energiesparende Architektur. Hoher Wärmeschutz mit verputzter Fassade. |
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![]() Bild: Traditionelle Bauformen neu interpretiert: Typisch fränkische Elemente kombiniert der Bauherr mit der Ökologie eines Sieben-Liter-Hauses aus Ziegeln. Er verzichtete bewusst auf ein Wärmedämm-Verbundsystem mit dicken Dämmschichten und entschied sich für einschaliges, mit Leichtputz versehenes Mauerwerk (36,5 cm) aus hochwärmedämmenden unipor-Ziegeln. Sie gewährleisten mit einem Wärmeleitwert von nur 0,13 W/(mK) den geringen Wärmedurchgangs- Koeffizienten der Fassade von 0,33 W/(m2K). Nach der neuen Energieeinsparverordnung ist nicht mehr der Wärmedurchgang durch die Fassade ausschlaggebender Faktor, sondern die Optimierung aller maßgeblichen Einflussgrößen ist gefragt. Neben der energetischen Effizienz der Heizungsanlage spielen solare Energiegewinne bei einschaligen Außenwandkonstruktionen, passiv oder aktiv, eine immer wichtigere Rolle. Ausreichender Wärmeschutz und die Nutzung der Sonneneinstrahlung durch die Glasflächen in der Fassade sind, dank moderner Warmgläser (Uv=1,1 W/(m2K)) kein Widerspruch. Die üppige Verglasung des Gebäudes auf der Süd- und Westseite erlaubt passive Sonnenenergiegewinne von jährlich rund 4.500 KWh. Eine Überhitzung der dahinter liegenden Räume wird durch die massiven Wand- und Deckenbauteile sowie die außen liegende Verschattung der Fensterflächen verhindert. |
![]() Bild: Große Fensterfronten auf der Süd- und Westseite erzielen passive Sonnenenergiegewinne von rund 4.500 KWh pro Jahr. In die Glasfassade wurde der Kamin integriert. (Alle Fotos: unipor-Ziegel-Gruppe, München) Bei der Auswahl der Baustoffe achtete der Architekt streng auf ökologische und gesundheitliche Unbedenklichkeit. So wurde im Dach eine 20 Zentimeter dicke Baumwoll-Dämmung aus biologischem Anbau zwischen den Sparren verwendet. Letztere wurden auch nicht mit Holzschutzmitteln behandelt. Hettl überzeugte vor allem die Porosierung mit Sägemehl und die kapillare Struktur der unipor-Ziegel. Das Sägemehl verglüht im Brennprozess und hinterlässt unzählige kleine Poren. Die in den Poren eingeschlossene Luft sorgt in Verbindung mit dem ausgeklügelten Lochbild des Ziegels für die guten Wärmedämm-Eigenschaften. Ein weiterer Pluspunkt sind die beim Trocknen des Tonmaterials entstehenden Kapillare. Hettl: Der Ziegel trägt dadurch zum angenehmen Raumklima bei. Überschüssige Raumfeuchte wird zwischengespeichert und bei trockener Luft wieder abgegeben. Hilfreich war ihm das Öko-Zertifikat der Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt. Die ausgezeichneten Produkte mussten dafür zahlreiche Umwelt- und Gesundheitskriterien erfüllen. Durch die großen Glasflächen ist eine hohe Tageslichtdurchflutung der Räume zwangsläufig gegeben. Ein Blickfang ist der in die Glasfassade integrierte Kamin. Er besteht aus einem Heizeinsatz mit Glasschiebetür und ist sowohl innen wie auch außen mit einer Granitplatte eingedeckt. Der Kamin wirkt nicht wie ein Fremdkörper, sondern verknüpft durch die direkte Blickbeziehung mit dem Garten die ziegeltypischen Elemente Feuer und Natur. Das im Jahr 2002 fertiggestellte Haus erfüllt die Erwartungen hinsichtlich des sparsamen Energieverbrauches. Dieses belegt, dass ich mit der Wahl des Wandbaustoffes und dem energetischen Konzept richtig lag, stellt Hettl fest. Der Energieverbrauch entspricht einem sogenannten 7-Liter-Haus. Angenehm überrascht hat mich insbesondere die wärmespeichernde Wirkung der Ziegelwände, die in den kühleren Abendstunden die tagsüber gespeicherte Sonnenwärme abgeben und dadurch wie eine zusätzliche Wandheizung wirken. Autor: Dipl.-Ing. Hans-Gerd Heye
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Das moderne Wohnhaus "Zülpich". Sonne und Erdwärme als Heizung. Ästhetik und Umweltfreundlichkeit zugleich. |
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